Am Samstag war mal wieder unser jährlicher Messdienertag: und da wir uns dieses Jahr richtig richtig Mühe mit der Orgaisation gegeben haben, war es auch richtig richtig geil. Nur gab es da ein kleines Problem, das wie so oft von oben kam. Unser genial geplantes Spiel musste nach drinnen improvisiert werden, anstatt durch’s ganze Dorf zu gehen, weil Gott wohl der Meinung war, die letzte Sintflut sei schon viel zu lange her gewesen… Zwar wurden wir so überrascht, dass wir nicht mehr genug hatten, zwei Tiere jeder Art ins Pfarrheim zu verfrachten, aber mit 90 Kindern und um die 15 – 20 Gruppenleitern gaben wir uns auch zufrieden. Ganz nach dem Vorbild des grandiosen Spiels „Die Peking Akte“ (nicht Ente) mussten die Kinder in 8 Gruppen 8 Stationen durchlaufen, um Hinweise zu erhalten, die ihnen bei der Überführung des geheinisvollen Diebes des alterwürdigen Glückskeksrezeptes helfen konnten. So mussten sie beispielsweise im Schönheitssalon von Miss Mey Kap Masken bemalen, bei Mr Fish Fang am Hafen einen Parcour durchlaufen oder Lady Sha Ming im Palast Geschichten erzählen, um Aussagen der jeweiligen Zeugen zu hören. Schließlich, nachdem sie auf ihrer Täterkarte mit Hilfe der Aussagen alle bis auf Ju Hu (wer außer mir könnte einen solchen Namen tragen
) streichen konnten und dank des Spions wussten, wo der Täter sich und das Diebesgut versteckt hielt, konnten sie ihn überführen und fanden auch noch seinen Geheimvorrat an Giottos. Das gute an dem Verbrecherjob: ich konnt bei jeder Gruppe ‘n bisschen mitessen. Das schlechte: tausend Mal ertappt zu werden ist nicht gut für das Selbstwertgefühl…
Da uns ja quasi noch die Zeit übrig blieb, die die Kinder sonst mit Durchs-Dorf-Laufen verbracht hätten, spielten wir nach dem Kuchenessen noch ein paar amüsante Spiele wie Alldiwo… oder Stühlerücken zum Beispiel! ![]()
Nach der abschließenden Messe um 18 Uhr, in der die neuen Messdiener eingeführt wurden und die liebe Maike zum Schaden für meine Tränendrüse verabschiedet wurde, weil sie ja unbedingt ins Watt muss, begann für die Gruppenleiter (die den ganzen Spaß ja schließlich in langer aber auch lustiger Arbeit geplant hatten) der inoffizielle Teil: Essen und schwetzen. Glücklicherweise hatten wir Programmzuständigen (also nur die coolen) bei unserem letzten Treffen schon unsere Lieblingsyoutubevideos ausgetauscht und konnten uns also den ganzen Abend mit Ausrufen wie „Bella, Bella, Bella…“ oder „Kaaaaarl, das tötet Leute“ oder „What am I, say it out loud!? – A mermaid!“ nerven.
Ich glaub, die tollen Videos werd ich hier auch irgendwann mal hochladen.Hehe…
Dann verzogen sich diejenigen, die keinen Bock auf Heimgehen hatten noch in meiner Küche und wir legten uns ein paar weitere Videozitate zurecht. ![]()
Ein sehr gelungener, heißer, nasser Tag also. Ni hau, miau!
29. Juni 2009
Ich sitze in Peking und denke an Giotto
26. Juni 2009
TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖT!! – Um Jahresbreite!
Ganz genau heute vor einem Jahr, nämlich am 26. Juni 2008 um genau zu sein, ohja, war nicht nur ein EM-Spiel, sondern auch ein bereichernder Tag für das World Wide Web. Denn ich kam auf die bescheuerte Idee, diesen verrückten Blog anzulegen und ehrlich gesagt bin ich sehr froh drum. Hat Spaß gemacht, auf Wiedersehen!
Aber natürlich werd ich jetzt nicht nach 87 Artikeln abhauen, wer wär ich denn… Ich mach die nächsten 100 Jahre munter weiter und wünsch mir alles Gute! ;D
Und auf jeden Fall danke ich all meinen eifrigen Lesern und ganz besonders demjenigen, der seit vielen Monaten jeden einzelnen Tag mit dem Suchbegriff „Schponschpopp“ auf meinen Blog kommt, du bist super!
17. Juni 2009
Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!
Heute in der 5. und 6. Stunde haben viele Schüler der drei Saarlouiser Gymnasien (RSG, SGS & MPG) und auch einige Interessierte von anderen Schulen aufgemacht, am bundesweiten Bildungsstreik mitzumachen. Darunter natürlich auch ich.
Mit ganz viel Krach und Plakaten (z.B. „Bild dir deine Meinung, kauf dir deine Bildung – soll es wirklich so enden???“) haben wir uns mit Polizeischutz auf dem Kleinen Markt getroffen und sind dann zusammen durch die Französische Straße zum Großen Markt, um gegen die aktuelle Bildungspolitik, darunter G8, GOS, Studiengebühren, Verhältnisse in den Schulen etc., zu demonstrieren. Und da auch wirklich viele Schüler (trotz Androhung von unentschuldigten Fehlstunden) gekommen waren, haben wir wohl auch ein kleines Zeichen gesetzt, auch wenn am Ende trotzdem alles so bleibt, letztendlich ist es ja immer so.
Zu meinem Bedauern hab ich mich nicht können an einen Baum ketten, aber irgendwann rette ich mal mit Greenpeace eine 400 Jahre alte Eiche, die einem Fitnesszentrum weichen soll, das könnt ihr mir glauben. Allerdings haben sich die richtig toll Verrückten nach Auflösen der Demo noch ein Bad im wirklich sehr vielseitig nutzbaren Marienbrunnen gegönnt (was mich wieder an den Plan erinnert, einen Brunnen mit 20 Flaschen Shampoo zu füllen…ich glaub, das steigt nächsten Samstag
). Natürlich um mit nassen Füßen ein Zeichen zu setzen. Das haben wir dann auch gemacht, als wir durch die Französische Straße wieder zurück zum Kleinen Markt gewatschelt sind und uns dort grad se leeds noch in die Springfontänen gestürzt haben, bevor wir uns triefend in der Schule auf die Stühle von blöden Mitschülern unsere Stühle geschmissen haben. War cool.
Zwar irgendwann trotz 30° ein unangenehm kaltes Gefühl, wenn die Hose nicht trocknen will, aber meine Haare waren sehr nett heut.
Ich denk, diese Demo war eine sehr gute Sache, es waren viele Schüler da, die somit wirklich ihr Unverständnis für die aktuelle Bildungspolitik ausgedrückt haben, und irgendjemandem muss das ja mal zu denken geben. Hoffentlich. Guckt heut alle den aktuellen Bericht.
