Sicher hab ich schon das ein oder andere Mal erwähnt, wie oft und gerne und vor allem wie intellektuell ich im Matheunterricht mit meiner treuen Banknachbarin und besten Freundin Anne über jedes noch so unwichtige Zeug philosophieren kann.
So beispielsweise über das Verhalten von 12jährigen Mädchen, wenn sie von Büchern mit Titeln wie „Bis(s) zum Mittagessen“, Bis(s) zur Morgenrunde“ oder gar „Bis(s) in die Puppen“ hören. Wenn die Beschäftigten in Kindertagesstätten einen Lärmschutz brauchen (wie auch immer sie es schaffen wollen, eine schallundurchlässige Mauer quer durch Puppenzimmer und Essgruppe zu bauen), so brauchen Zuhörer, die tragischerweise in der Nähe solcher Fanatikergruppen sind, mindestens zwei mal so viel.
Beliebtes Thema bei uns ist auch das Sprachverhalten von Kevins, Lothars, Marcels, Janines, Sabrinas, Uschis und Sandys (bevorzugt auch hipp klingende ausländische Namen, natürlich ausgesprochen wie es geographisch gesehen nicht anders möglich ist) in unserem Alter. So besteht zum Beispiel der Grundwortschatz aus höchstens fünf Worten: alta, amok, olle, porno, saufen, häufig auch zu amokporno oder dergleichen kombiniert. Aber noch viel interessanter ist das gänzliche Ausbleiben einer Präposition oder eines Artikels in jedem zweiten Satz, etwa wie „Alta, gehma heut Baby-One änen saufen?“, oder „Krass, Alta, gehma heut owend Kik!“, sowie „Heut Volksbank Döner, Kumpel?“. Erst neulich haben uns einige vielversprechend aussehnde junge Herren auf dem Weg zu Schule, und das ist kein Scherz, angesprochen mit den Worten „Ey, Alta, bist du Gymnasium, alta!?“ Wer nun mehr wissen möchte, auch über Aussehen, Jobs und Lebensweisen dieser Menschen und ihrer Familien, lese bitte unsere eigens zu diesem Thema verfasste Lektüre „Die Assis – Wohnen und Arbeiten“ von Anne C. und Victoria E.
Ebenfalls mit Erstaunen betrachten wir eine ganz andere Gruppierung unseres Universums: die Aliens. Heute Morgen, erbost über die Zusatzstunde Mathe und darauf besessen, den Unterricht zu verschönern, haben wir uns mal näher mit den uns allen so bekannten grünen Wesen, die solch wunderbar modische Drähte mit Smarties oben auf ihren Köpfen tragen, befasst. Und da stellte sich nach kurzer Zeit die Frage: Sind die wirklich so primitiv, oder warum machen die einfach immer nur Kornkreise? Wie wär’s denn da mal mit frech-frisch-fröhlicher Abwechslung, Korndreiecke oder sowas? Oder… Kornflakes?
Am ehesten amüsieren können wir uns aber über Galileo, Galileo Mystery, Galileo Spezial, Galileo Hau-Den-Lukas, un was weiß ich nicht alles… da muss ich, glaub ich, wohl auch nich viel mehr erklären. Nur eines noch: Gestern haben wir uns beide unabhängig voneinander zufällig aus Mangel an Alternativen Galileo Spezial zum Thema „Illuminaten“ angeguckt. Endlich mal eine Folge wo sie NICHT aus heiterem Himmel die Illuminaten oder die Freimaurer beschuldigen können, denn diesmal ging es WIRKLICH um die Illumaten. Und sehr sehr seltsam war, dass sie nach ungefähr 60 Minuten Sendung, die sie damit verbracht haben in Rom umherzuirren, um nach irgendwelchen Anzeichen auf einen Geheimweg (uhuuuu) zu suchen, auf eine große, mysteriöse Idee gekommen sind: viele Zeichen und Vermutungen könnten nach Deutschland (uhuuuu) führen. Das is ja noch nich das schlimmste, das passiert ja ungefähr immer bei Galileo, je näher desto bedrohlicher und so. Aber das wirklich bescheuerte: Als alte Wikipedia-Freaks wie wir doch sind, hat Anne eine ungeheuerliche Entdeckung gemacht. Auf der Wikipediaseite über den Illuminatenorden, direkt im ersten Satz, wird unmissverständlich gesagt, ich zitiere, :
Der Illuminatenorden (von lateinisch illuminati: die Erleuchteten) war eine am 1. Mai 1776 vom Philosophen und Kirchenrechtler Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründete Geheimgesellschaft.
Na dann, gute Nacht und viel Spaß bei Erdkunde, Mr Abdallah.
So, und da jetzt hoffentlich jeder unser Kopfschütteln über diverse Themen nachvollziehen, kann er auch sicher verstehen, warum wir uns dieses Philosophieren zu einer höheren Aufgabe machen. Denn: wir gründen eigens zum über-Gott-und-die-Welt-laut-nachdenken einen Blog. Natürlich unabhängig von der Chefsache, es geht ja auch um andere Dinge. Und um klügere Dinge als jene, die hier angeschnittenwurden (Ich drück mich so gehoben aus heute… yes!). Ich wollt nur ganz cool Werbung machen. Und falls ihr Kevin oder Uschi heißt, nehmt’s bloß nicht persönlich, so war das nicht gemeint. Aber auch unser Sachtext wir sicher irgendwann auf dem Blog veröffentlicht. Also seid bitte ganz unheimlich gespannt und voller toller Erwartungen, die wir nicht erfüllen können. In Kürze gibt’s da was hier bei WordPress, das ihr zu eurer TÄGLICHEN (!) Blog-Lektüre hinzunehmen könnt, ihr, die ihr eh nur den ganzen Tag vor’m Computer rumhängt. Und aller Voraussicht nach wird es „Blog für die Welt“ oder „Blog dir deine Meinung“ oder so heißen. Bis dann!
Wir haben sogar Marshmallows gegrillt. Über’m Karl Lagerfeuer. Und haben lustige Kinderlieder gesungen. Und „Australia“ geguckt. Ich hatte ja von dem Film nicht wirklich viel erwartet, aber soo schlecht war er gar nicht. Sau schöne Landschaft.
Letzten Donnerstag war ich in Saarbrücken auf einem Konzert der Wise Guys, die schon seit langer Zeit traditionell einmal im Jahr in die Saarlandhalle kommen. Und was soll ich sagen… Obwohl es ein Konzert in einer bestuhlten Halle war, habe ich es den meisten Besuchern gleich getan und bin die meiste Zeit gehüpft! Das Konzert war große Klasse, vor allem weil ich zum ersten Mal den Neuen, Nils, der seit Januar Clemens ersetzt, live gesehen hab und mich auf jeden Fall von ihm überzeugen konnte. Stimmlich find ich ihn super und auch menschlich scheint er ziemlich cool zu sein.
ein Konzert von Schandmaul in Kaiserslautern, was aber leider für mich nicht so ganz hingehauen hat. Aber ganz zufällig und sehr spontan sind meine Mutter und ich glücklicherweise noch kostenlos an Karten für den SR1-Unplugged-Auftritt der genialen Ingrid Michaelson, die ich ja schon seit langem mag, gekommen. Und es hat sich wirklich gelohnt. Dadurch, dass ja nur eine begrenzte Anzahl an Karten verlost (!) worden sind, war die Atmosphäre ziemlich cool, weil wir wirklich nur 2 Meter von der Künstlerin entfernt saßen. Die war nicht allein auf der Bühne, sondern hatte noch eine weitere Dame dabei, die Gitarre gespielt und zweite Stimme gesungen hat, während Ingrid abwechselnd am Klavier saß bzw. Ukulele spielte. 
