die chefsache

28. März 2009

Dreieinhalb Stunden Schponschpop

Heut Abend bin ich mit der Chaaly durch die Gegend gewandelt. Und im Gegensatz zu den coolen Zehnjährigen hatten wir keinen Wodka, sondern Kakao dabei. Auf dieses Grundgerüst haben wir dann ganz viel Spaß drauf aufgebaut, wer’s nachmachen will sollte folgende Schritte beachten:

Schritt 1: Fülle Milch in einen Messbecher, reiß die Kakaopackung so auf, dass die Hälfte auf dem Boden landet. Verdrück dich dann, nachdem du die Mischung in die Sprudelmaschinenflasche gefüllt hast. Lass den Dreck liegen, sonst verpasst du noch deinen Bus. Kannst du immer noch machen, wenn du mal heimkommst. Hab ich auch geschafft. Wie gesagt, verpass nicht den Bus, wo dann schon deine Freundin auf dich wartet, mit der du dann die Hälfte des Kakaos beim Busfahren verschüttest trinkst.

Schritt 2: Geht zuerst mal zur Bank, holt genug Geld für dies und das, hüpft durch die Gegend. Bemerkt dann am Busbahnhof, dass der nächste Bus zum IKEA (wo ihr die ganze Zeit hinwolltet) erst in ‘ner Stunde fährt. Macht euch dann kurzerhand zu Fuß auf den beschwerlichen Weg. Lasst euch nicht von irgendwelchen mies aussehenden Kriminellen stören, die am Telefon diskutieren, ob irgendjemand aus Deutschland raus soll.

Schritt 3: Kommt dann schlurfend und von bellenden Frauen verfolgt am IKEA an, brecht NICHT durch’s Fenster ein, klettert auch nicht über den Balkon, versucht’s erst mal am Ausgang… Wenn’s da nicht klappt, ja nix kaputt machen. Lauft einfach quer über den Grünstreifen bis zum Eingang. Dreht euch mit der Drehtür, bis ihr im IKEA drin seid.

Schritt 4: Habt möglichst viel Spaß im IKEA. Testet jedes Bett, jede Couch, öffnet jede, aber absolut jede Dose, die da rumsteht (erzählt euch auch gegenseitig von den Erfahrungen, die ihr schon beim Öffnen einer solchen Dose gemacht habt..und den Gerüchen, die da rauskamen..). Taucht in Kissen ein, spielt Verstecken in Vorhängen und Abstellräumen, kotzt auf den Teppich und schnappt euch das Kehrblech. Dann schubst euch gegenseitig in die Textil- und Teppichabteilung, wo ihr natürlich euer Date mit Lusy Kloss nicht versäumen wollt (mittlerweile liegt sie in meinem Zimmer rum, sogar in doppelter Ausführung). Verprügelt euch mit Kissenrollen. Bewundert die geilen teuren riesigen Schwarzweißphotographien von bekannten Großstädten, stellt euch einfach ne halbe Stunde mit offenem Mund davor. Rutscht alle Kinderrutschen hinunter, die ihr finden könnt, lest euch gegenseitig aus den schwedischen Kinderbüchern vor. Und setzt euch unbedingt an die geilen Kinderzeitvertreibsbildschirme und malt irgendwelche dummen Ritter an und dreht an Lenkrädern. Denn das Bällebad ist ja mittlerweile ein Märchenwald. Und vor allem: Holt euch IKEA-Bleistifte. Wagenladungen voll. Meine Anekdote dazu: Ich steh gerade so schön vor diesem Behälter, aus dem die unzähligen Bleistifte mich anlächeln, da ruft die Frau hinter mir ihren Mann: Klaues. Verstanden?

Schritt 5: Verwirrt die Kassierer und vor allem die Kunden an der Kasse (aber nur Kakao trinken!!). Bezahlt, beladet euch mit eurem Zeug, wenn ihr nicht mehr als zwei Arme habt, müsst ihr gucken, wie ihr euch helft. Dann geht unbedingt ‘nen Hot Dog essen. Wartet bis das leere Röstzwiebelbehältnis wieder aufgefüllt ist, schließlich sind Röstzwiebeln das coolste an der Sache. Esst dann grad se lääds noch mehr Röstzwiebeln. Holt euch mindestens zweimal Cola, schließlich passt das toll zu dem Kakao in eurem Magen. Dann.. nutzt noch mal den letzten Kindervergnügungsritterbildschirm, dann macht euch schleunigst auf den Weg da raus, sonst wird dafür schon gesorgt.

Schritt 6: Bemerkt dann, nachdem ihr immer wieder abwechselnd über Grünstreifen und Straße gehüpft seid, dass ihr noch genau 11 Minuten habt, bis der Bus zurück nach Saarlouis fährt. Und dann, dann macht ihr das, was ihr schon IMMER, seit der Existenz des Lisdorfer IKEAs, mal machen wolltet: Testet das überdimensional große Werbungs-IKEAbett, dass auf einer der Grünflächen an der Straße steht und mit dem Banner darauf die Leute schön ins IKEA lockt. Es ist nicht sonderlich bequem, aber ihr müsst versuchen, es nicht kaputt zu machen. Dann geht ihr zur nächsten Litfasssäule, lauft 2000 Mal drumherum, guckt euch alles genau und extrem interessiert an, schlagt die Plakate mit den Schlagersängern mit der Kissenrolle… Dann stellt euch in blöden Verrenkungen und Grimassen dahin und lenkt lustlose Autofahrer von ihrem täglichen Frust ab. Achtet darauf, dass ihr in dieser Zeit nicht euren Bus verpasst.

Schritt 6: Schafft den Bus dann grad so, such du erst mal deine Busfahrkarte (die in zwei Hälften geteilt ist, also such besser deine BEIDEN Busfahrkartennnn). Dann bemerkt, dass es ein unglaublich alter klappriger Bus ist, der vorn nur einzelne Sitze hat. Setzt euch demonstrativ hintereinander und prügelt euch mit der gepolsterten Schlagstock-Kissenrolle, mit der ihr euch zuvor bewaffnet habt, nur zur Vorsorge. ;-)

Schritt 7: Steigt dann am Busbahnhof aus, bevor der schlagerhörende Busfahrer die Krise kriegt und stellt dann fest, dass in Saarlouis grad noch Kirw is. Geht dann also kurzerhand und Schponschpop-sabbernd auf die Kirw. Tappt 20 mal hin und her drüber, macht an jedem Stand Bewegungen zur Musik (fast überall Hip Hop – seid also vom Swing-Ständchen besonders angetan). Lauft vor Leuten weg, die ihr kennt, versteckt euch hinter Teletubbie-Luftballons. Lacht von unten die Leute aus, die auf das waghalsige Drehding gehen, das am Tag davor schnell mal mehr oder weniger aufgebaut wurde. Bringt sie dazu, zu kotzen und ihre Kotze unten wieder aufzufangen, oder so ähnlich. ;-) Riecht die Düfte. Lasst euch ja nich nach „Kippen un Feuer“ fragen, sowas habt ihr eh nich dabei. Lauft dann den Leuten mit Gitarre hinterher, macht einfach nur Schwachsinn. Hämmert auf die Touchscreenteile der öffentlichen Telefone (Übrigens, wenn man auf den Tchiboschalter drückt, kommt verdammt noch mal KEIN KAFFEE aus dem Münzeinwurfschalter!!!), torkelt, kreiert komische Gangarten, lacht euch tot über Schtiiiven und das Mädchen, dass sei Pfopcorrn verloar hatt un will dass da Schtiiiven et uffhäbt. Wenn ältere Damen vorbei gehen, die sich über die saufende Jugend von heute beschweren, dann geht ganz brav lächelnd und unterhaltet euch über den Chemietest. :) Nutzt dann die tollen Drehteile auf dem kleinen Markt. Malt euch aus, wie ihr Dates von Mitschülern versauen könnt. Und fühlt euch in einem Punkt den Zehnjährigen mit den Badewannen voll Wodka überlegen: Ihr habt nix außer Kakao und Cola getrunken, trotzdem benehmt ihr euch wie nicht von dieser Welt  – mit dem einzigen Unterschied, dass ihr durchgehend vollständig Frau eurer Sinne seid, während andere in eurem Alter (gegebenenfalls eben leider sogar Zehnjährige) einfach nicht merken, wann Schluss ist. (Man braucht eben einfach keinen Alkohol, um besoffen zu sein. ;-) )

Schritt 8: Geht dann, nachdem ihr zwanzig mal durch die halbe Stadt hin und her gelaufen seid, zum Busbahnhof. Kriegt Lachanfälle, während ihr auf den Bus wartet, geht von oben nach unten über den ach so spannenden Busbahnhof spazieren. Wenn ihr dann in den Bus einsteigt, redet ja nicht zu laut oder zu flüssig über Schponschpop und Pfopcorrn, je nachdem wie tolerant euer Busfahrer ist. Entscheidet spontan, eure Gesichter und vor allem eure Nasen doch nicht dumm an die Fenster zu drücken. Die Fenster sehen in Bussen eben selten sehr einladend aus. Aber bemerkt stattdessen die spontane Ironie, die gerade draußen an euch vorbei läuft: Der Amerikanischefernsehkrimiserienvaterdesopfersdermitmaschinengewehrvormfernsehrsitzt -Typ, der jemanden aus Deutschland rausschicken will. Vielleicht hat er euch den halben Tag verfolgt (auch wenn sich das bei eurer Wegstrecke leicht verkompliziert hätte), habt ihr auf eurer fantastischen Tour auch nur einmal hinter euch geguckt, wenn nicht grade Fahrradfahrer ihr Fahrrad zu Schrott gefahren haben? Naja, seid auf jeden Fall im Bus nicht allzu laut. Da wollen Leute schlafen…

Freut euch auf jeden Fall wie Honigkuchenpferde  darüber, dass ihr am nächsten Tag schwimmen geht. Und freut euch wie Marmeladentörtchenziegen oder so ähnlich darüber, dass ihr gerade knapp dreieinhalb Stunden puren Spaß erlebt habt, nüchtern und niveauvoll. Beschließt, sowas öfter mal zu machen. :-)

Das war also eine leicht gepuschte Version meines wunderbar lustigen Samstagabends. Im Hinblick auf die Zeitumstellung und die Schule, für die ich noch nix gemacht hab, graut’s mir zwar vor Sonntagabend, aber dafür hatt’ ich wenigstens heute meinen Spaß, danke an Schweden und an Chaaly und an die komische Kirmes, die total bescheuert ist, weil ungefähr 5 Kinderkarusselle darumstehen und niemand uns drauflassen wollte. :)

Zeit, dass sich was dreht

Gespeichert unter: Dies und das — Chef @ 20:36
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Ich hab endlich ein Fahrrad. Mein erstes eigenes, sonst bin ich immer die veralteten Dinger von meinen Brüdern gefahren. ;) Und seit ich mein letztes kaputt gemacht hab..bin ich nicht mehr gefahren. Trotzdem bin ich nicht runter gefallen, als ich mein neues getestet hab. Es is auf jeden Fall cool. Und jetzt muss ich es nur noch pimpööön (rosa mit Plüsch..äh..scheidet aus), so schön bunt oder so ähnlich. Lila-Grün vielleicht. :) Ich sag dann bescheid, wenn’s soweit is!

23. März 2009

Der frühe Vogel fängt den Wurm

p1190845Am Wochenende war ich endlich mal wieder auf Fahrt, das erste Mal für dieses Jahr. Im Rahmen der Stammessternfahrt waren wir in vier verschiedenen Fahrtengruppen unterwegs, ich gehörte zur ultracoolen Patchworksippe – bestehend aus dem Rest der Sippen Avalon, Galahad und Ygraine.

Wir waren zwar nur zu fünft, andere hingegen zu elft, trotzdem hatten wir einen Heidenspaß und eine extrem schöne Fahrtenstrecke direkt vor der Haustür oder so ähnlich.

Zur heiligen Uhrzeit, um viertel nach vier, gingen der Jan, der Alex, der Matthias, der Christian und ich los, nachdem ich meiner Mutter noch mit der Gitarre eins übergezogen und mich aufrichtig dafür entschuldigt hab…

Wir gingen in flottem Trott über Bisten bis nach Merten (in einer sehr guten Zeit, ohja), wo wir das Angebot einer Dame, an ihrem Weiher hinter’m Haus kurz zu rasten, dankend annahmen, um mal einen Blick auf die Karte und ein paar Trauben in unsere Münder zu werfen. Und so kam es, dass wir zum zwanzigsten Mal unsere Fahrtenstrecke veränderten, weil wir einfach noch mehr gehen wollten, wir lagen eben einfach verdammt gut in der Zeit. Also sind wir an einem unglaublich hässlichen Friedhof, der Ähnlichkeit mit einem Fußballstadion hatte, vorbei, haben uns gegenseitig Angst gemacht, weil irgendwas gebrannt hat, das schwer nach Kraftwerk ausgesehen hat, und sind schließlich auf den Tafelweg gelangt, der uns durch Wälder wieder zurück nach Deutschland geführt hat. Genauer gesagt waren wir irgendwann am Europadenkmal, mit dem Sonnenuntergang im Rücken. Und das war ein ziemlich cooler Sonnenuntergang. Wir sind dann bis zur Orannakapelle, kurz bevor dort die 7Uhr-Glocken geläutet haben. Dort haben wir dann mal zwei Loks aufgebaut (da gab’s halt einfach nix für’n Einbein, unvorstellbar) und über rosa Wildschweine mit Volleybällen gesprochen, bevor wir gegessen haben – kalt. War aber so geplant, wir wollten am nächsten Tag auf der Teufelsburg warm kochen, was sich auch als besser erwiesen hatte. Außerdem hatten wir einen Mordshunger, den auch die ganze Schokolade nicht stillen konnte, also war so’n bisschen kaltes Essen auch nich schlimm.

p1190852Wir sind dann aufgrund Kälte und Dunkelheit recht schnell in die Schlafsäcke, haben aber dennoch durch die Kohtenbahnen hinweg kommunizieren können. Auch wenn’s in der Nacht eiiiiiiiiskalt und verdammt eng war, hab ich relativ viel geschlafen (also relativ viel im Vergleich zu anderen Fahrten), übrigens auf den ehemaligen Gräbern unserer Forweiler Vorfahren, wie wir am nächsten Tag erfuhren… Und der Alex hat sowieso ganz komische Sachen gemacht. Vielleicht temperaturbedingt, vielleicht überfielen ihn Zombies, vielleicht auch nicht, jedenfalls hat sein Gehirn ihm in den Kopf gesetzt (!), die ihn anlächelnde Gurke müsse er einfach verschlingen. Und verschlingen heißt hier verschlingen. Nicht etwa essen oder so…

Irgendwann am nächsten Morgen war da schon wieder Glockengeglocke, wir haben trotzdem noch ein bisschen weiter geschlafen bis dann jemand die Kapelle und die Klos aufgesperrt hat und uns auf die Waschplatztauglichkeit eines solchen Klohäuschen aufmerksam gemacht hat. Als wir dann unsere Sachen ein-, aus- und wieder eingepackt hatten, gingen wir noch ein Stückchen bis wir, nahe der Straße, in der Sonne unter blauem Himmel und auf grünem Gras rote Marmelade gefrühstückt haben. Fahrtenfrühstück fand ich ja schon immer gut. Dann ham wir noch ein kleines Pläuschchen gehalten, bis wir dann entlang der Sendetürme Richtung Felsberg gegangen sind, irgendwann in ein Schießbetriebsgelände gekommen sind und mit den Händen über Kopf im Zickzack weitergelaufen sind, während der schwarze Kugelhagel uns zu ersticken drohte durch ein paar Bäume irgendwann in Oberfelsberg angekommen sind. Wir sind dann zur Teufelsburg, vorbei an schwangeren Eseln, Ponyreitponys (eine Runde 7 Euro) und zotteligen Schafen, deren Dread Locks mich neidisch machten. Wir kamen allerdings zu erst mal nicht weiter, irgendwelche Leute mussten Bäume fällen, also unterhielten wir uns mit einem netten Mann, der uns erzählte, dass der Felsberger bzw. Altforweiler Boden einmalig auf der Welt sei und man in einem Grubenschacht hinter Düren Anthrazit fände. Coole Sache.

Vor der Schutzhütte vor der Burg machten wir Feuer und kochten tolles Zeug. Und aßen dieses Zeug. Immer mal unterbrochen, wenn jemand wegen Lachanfällen Spaghetti in der Luftröhre stecken hatte. Alex hätte sich wahrscheinlich draufgesetzt und sich gewundert, warum nichts passiert. ;-) p1190867

Um einige Anekdoten und Kilos reicher machten wir uns dann auf den Weg den Berg runter und Richtung Beaumarais, wobei die Anzahl der Anekdoten umgekehrt proportional zur Anzahl der Kilos stieg.

Erstmal schön am Lagerplatz vorbei getappt, wurden wir dann zurückgerufen, da die Rovergruppe mit uns Mitleid hatte. Als nach und nach auch die zwei restlichen Fahrtengruppen mehr oder weniger vorwärts eingetroffen waren, standen nach einiger Zeit drei Kohten und eine Jurte und wir fingen an, Feuer und Essen zu machen. Das besagte Essen war eins der besten, die mein Magen je auf Fahrt sein Eigen nennen durfte. Einfach nur geil, Rezept bleibt geheim. :)

Nach dem Essen fand man sich dann nach und nach in der Jurte ein (komischerweise fand ich’s da kälter als draußen), wo wir dann ganz viel tolle Lieder sangen und jeder ein bisschen was von seiner jeweiligen Fahrt erzählte. Außerdem gab’s Kekse und Kerzen und Feuer und sowas. :)

Irgendwann ließen wir dann die Rover allein in ihrer Jurte und machten uns daran, uns mit neun Leuten von denen sieben weit über 1,60 waren (davon können Kathrin und ich eben nur träumen :D ), in eine schöne dunkle Kohte zu quetschen und fanden dann auch alle eine mehr oder minder bequeme Ecke zum schlafen. Ich hatt’s ganz gut. Viel kuschelig wärmer als in der Nacht davor.

Als dann irgendjemand einfach mal ein paar Stunden geklaut und sie durch Helligkeit ersetzt hat, standen wir dann alle so allmählich auf, machten Morgenrunde, bauten ab, frühstückten und machten uns dann irgendwann auf den Weg Richtung Altforweiler, der Teil des Wochenendes, wo wir alle zusammen auf Fahrt waren. Das ging dann auch relativ schnell und am Pfarrheim vertrieben wir selbst die letzten Eltern, die auf saubere Kinder gehofft hatten, durch unseren Gestank machten wir dann Abschlusskreis und sowas. Ich lief dann den unendlich langen Weg bis heim grad noch so selbst und platzierte meine Gitarre weit weg vom Kopf meiner Mutter. :)

p1190926Ein sehr sehr sehr sehr sehr sehr SEHR geiles Wochenende, wunderbarer Auftakt für die Fahrtensaison 2009, tagsüber gutes Wetter, tolle Leute, tolle Stimmung, dasselbe wie immer. Ich freu mich auf die nächsten Fahrten in diesem Jahr. :)

Übrigens gibt’s zu diesem allseits bekannten Sprichwort, das die Überschrift bildet, einiges zu philosophieren. Wer weiß, vielleicht sind in Wirklichkeit Elefanten gemeint. Oder gar der Bulle von Tölz (was aber nicht so viel Unterschied macht)… Tja!

Ach ja, wenn ihr das nachmachen wollt, solltet ihr unbedingt drauf achten, dass ihr noch viele andere Leute mitnehmt!

18. März 2009

грандио́зный

Die Überschrift ist russisch und heißt so viel wie „fantastisch, großartig, grandios“.

Passt wunderbar, denn ich hab was recht amüsantes bei youtube entdeckt: Die schrecklich nervtötende Kinder Pingui-Werbung mit dem gruseligen Liedchen. Soweit nix besonderes, nur die Sprache ist wesentlich netter (man versteht den Schwachsinn einfach nicht :D ) und auch das Kinder Pingui Ding selbst sieht ein klein wenig anders aus…Besonders das „upps“ find ich köstlich:

17. März 2009

So ein Tag, so wunderschön wie heute

Dienstagmorgen ist ja im Allgemeinen eher nicht so mein Fall. Zum einen hängt der Schlafmangel des Wochenendes meist noch in den Knochen (vor allem wenn ich wirklich nur 2, 3 Stunden geschlafen hab, so wie dieses Wochenende), außerdem lässt der Stundenplan zu wünschen übrig. Doppelstunde Latein, dann Doppelstunde Sport (wobei wir im Moment schwimmen gehn, das is eigentlich noch recht cool) und so ein impertinentes Zeug.

AAAAAABER HEUTE bin ich unglaublich gut gelaunt.

1. Ich hab mit Anne DAS megahammersupergeilgeniale Getränk gefunden, für das es sich lohnt, ein bisschen zu spät zu Französisch zu kommen: Der fantastische Kaffee Cookie von Tchibo. Folgendermaßen: Kaffee bzw. Espresso (schön viel Koffein, versteht sich) mit Keksaroma, darauf die allergeilste Sahnehaube der SahneMilchstraße, und DARAUF wiederum ein Stück des vorzüglichsten Kekses unseres Planeten. Verbessert die Laune um Längen, mehr mehr mehr.

2. Lebensmittel können glücklich machen. Hat sich besonders heute erwiesen. Daheim wartete dann der nächste kulinarische Volltreffer auf mich: Mein Bruder hat gekocht. Cordon Bleu oder sowas (hat zumindest so ausgesehn) und schön Krumpabrei. Normalerweise ja eher gar nich so meins, aber heute extrem gut.

Skorbutlindernd!

Skorbutlindernd!

3. Abermals eine köstliche Speise: Die „Ecke des Monats“ von Allesmülleroderwasjoghurtmitderecke. Im März ist das „Piratenabenteuer“, 150 Gramm feinster Gaumenschmaus bestehend aus Vanillejoghurt und Halt-Dich-Fest-Kanonenkugeln aus Knusper mit Schokolade, die WIRKLICH AUSSEHEN WIE KANONENKUGELN. Ein absolutes Muss für Piratenfans wie mich (also ich mein richtige Johnny-Depp-Dread-Locks-Hut-Pistole-mit-nur-einem-Schuss-Piraten). :D

..

4. Außerdem war heut richtig geiles Wetter. Also, geiler als die letzten 4 Monate auf jeden Fall mal. Heut Morgen war’s zwar noch ein klihihitzekleines bisschen frihihisch, aber dann kam die Sonne und hat gerockt. Juhu! Was mich auch schon gleich zur nächsten Sache führt…

5. …denn eigentlich wollten wir schon letzte Woche in der Meutenstunde in den Wald gehn, aber letzten Dienstag war das Wetter einfach für’n Arsch, deshalb mussten wir uns anderweitig behelfen. Aber aber aber dafür war’s heut wie gesagt so geil, deshalb konnten wir die ultimative erste Waldgruppenstunde auch prompt mit so vielen Wölflingen wie noch nie abhalten und somit die ganzen neu dazugestoßen total für uns begeistern, was will man mehr? Die Gruppenstunde hat verdammt viel Spaß gemacht, wir haben eine Regenbogengiraffe gebaut und ganz viel anderen tollen Kram und klein Chef hat mal wieder n paar Kalorien verbrennen können. Aber wenn’s noch mehr Piratenjoghurt gibt, dann wird man mir das wohl nich anmerken.

6. Der sogenannte Music-Player von meinem überholten Handy hat mir heut im Bus ‘ne richtig geile Gute-Laune-Musik-Playlist vor die Nase in die Ohren gesetzt. Also konnt ich mir auch mein breites Grinsen nicht verkneifen.

7. Heute war ich ganz ganz bunt angezogen. Noch bunter als sonst, also war die gute Laune schon von Anfang an total programmiert und natürlich extrem geplant. :)

8. Zu guter Letzt noch ein bisschen Farbe: und zwar Grüüüüüüüün! Als bekennende Möchtegern-Rothaarige-IrlandIsDasCoolsteLandDerWelt-Irin wünsch ich allen einen Happy St. Patrick’s Day! ;)

Pfrsch!

Am Wochenende (also am Samstag und am Sonntag) war die Landesversammlung 2009 des coolsten Landesverbands der Welt. Und der Stamm Falke hat sie ausgerichtet. Das ganze lief in der Turnhalle der ERS Überherrn ab und die Pfadistufe war so für das ganze Drumherum verantwortlich. Wir haben also in einer Umkleide gekocht und gespült und Kaffee gemacht und Suppe aus Pellen gepellt und was eben sonst noch so notwendig ist.

Von der Versammlung selbst hab ich nur Teile mitgekriegt, wenn ich grad mal  von oben zugucken konnte, da fragt ihr lieber den David oder den Jan, aber der Rest vom Wochenende war recht cool. Man kann unglaublich viel Spaß mit Kabelbinder, Kerzen, Ratten, Hurricanes, Klospülungen (siehe Überschrift, wobei ich glaube, dass dieser Laut seine Wirkung verfehlt :D ) und der Naddel haben. :)

Ich war zwar sonntagsnachmittagsbisabends nicht mehr so wirklich zu gebrauchen, Schlafmangel und sowas, aber trotzdem ist die Mathearbeit am Montag noch recht gut verlaufen. ;-)

9. März 2009

Aller Guten Dinge sind Drei

Das war mein Vorsatz für’s Wochenende, und den hab ich mit meinen drei Haupaktionen am Wochenende auch eingehalten. Und jetzt hab ich mir gedacht, tauchste mal wieder aus der Unterweltversenkung auf und erzähltst der Welt von deinem Stress. :)

Von Freitag auf Samstag fand also das bisher 3. Wanderheuschreckenwochenende statt, so nach den Grundsätzen der vorherigen: Ganz viel Singen, ganz viel Spaß, super gutes Essen, wenig Schlaf, coole Leute und so.

Samstagmorgens dann, kaum im Pfadiheim aufgewacht, kam auch schon die Horde von müllwilden Pfadfindern und los ging’s mit der Picobello Aktion. So konnten wir also ganz toll Müll aufsammeln gehen und zum Schluss mal wieder gut essen.

Anschließend bin ich dann mal eben mit David und unserer Tante nach Metz gefahren, um die liebe Tante Chris abzuholen, die einen ganz schönen Weg von England hinter sich hatte. Die kam, weil sie bei der 3. Wochenendsache dabei sein wollte…

…der Geburtstagsfeier meiner Eltern, die beide kürzlich 50 geworden sind und das nun eben gemeinsam in Beaumarais mit vielen Gästen von überall her gefeiert haben. Natürlich waren wir alle überaus schick, da konnt die Party ja abgehen. Das Wetter war gut (abgesehen davon, dass ich bei der Auswahl meines Kleides nicht wirklich auf die Temperaturen geachtet hab :D ), das Essen war noch besser, die Stimmung war super, ganz zu schweigen von der musikalischen Untermalung. Zunächst spielte das George Cunningham Trio munter-schönen Jazz, und dann das Geschwister Ehl Trio munter-schönes Durcheinander, die internationale Karriere kann also beginnen. Übrigens, auf einem Nintendo DS kann man kochen. Und chatten, was noch viel cooler ist. Obwohl es gegen meine Prinzipien verstößt, mir so’n Ding anzuschaffen, lustig isses ja schon. :D u7piee5r9g1zragicszxixjwdo8

Die Frage des Abends der Nacht: Wie schafft man es, eine Weinflasche ohne Korkenzieher aufzukriegen, dann den Wein in 4 Minuten zu trinken, während ein Ei hart, aber nicht zu hart kocht, dann das Ei durch zwei fingernagelgroße Löcher an beiden Enden aus der Schale zu pusten, um es schließlich ohne die Flasche oder das Ei selbst zu beschädigen, in eben die Weinflasche zu bekommen, die man soeben gelehrt hat? Tja!

Jedenfalls hab ich in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht sonderlich viel geschlafen, war dann aber trotzdem in der darauffolgenden Nacht bis 4 wach, so dass ich mir den Schlaf bis 17 Uhr am Sonntag durchaus verdient hab. :)

Da ich natürlich die James Bond Liste bis letzte Woche Montag fertig haben wollte, hab ich das wohl nicht geschafft, ich bin ja sowas von unheimlich grauenvoll beschäftigt, und mach das dann demnächstsehrbaldheuteodermorgen. :)

3. März 2009

Ich wollt’, ich wär ein Grabräuber…

…ein großer, starker Held oder sowas!

Böse Grabräuber in schickem Auto

Böse Grabräuber in schickem Auto

Das haben sich David und Jannik wohl am Samstag gedacht, als sie total böse-grimmig in einer schwarzen Gangsterlimousine ihren Part bei der Stamm-Falke-Wölflings-Frühjahrs-Aktion „Gelber Frühling“ ausübten. Völlig ahnungslos wurden die armen Meuten Mang und Baghira beim Singspielspielen von den beiden angeblichen Archäologen überrascht und erfuhren vom Schatz der Tempelritter, der der Legende nach irgendwo in Forweiler (früher hieß es mal Forvîlar) vergraben sein musste. Nicht nur das, sie waren sogar die rechtmäßigen Erben des Schatzes. So begaben sie sich also auf die heikle, abenteuerliche und unheimlich gefährliche Suche nach dem Schatz der Tempelritter („durch eisige Winde und sengende Wüste“), wobei sie auch gerne Hinweise von Hauptkommissar Palü (gespielt von Mo und Schnurrbart) von der KriPo Forweiler entgegen nahmen. Alles, von Verfolgungsjagden, Seilbahnen und Hot Dogs über Geheimschriften und verschlüsselte Informationen, ja bis hin zu alten Kirchen, Baustellen und mittelalterlichen Liedchen, war dabei, natürlich bis ins feinste Detail geplant. :-) Und nachdem wir dann den Schatz gefunden und die Grabräuber mit Kabelbinder zur Strecke gebracht hatten, gab’s tolle Spiele und Kuchen und Kekse und Singsang und wunderbares Fotos-Gucken und natürlich mittelalterliche Urkunden.

Kohle Hohlköpfe

Kohle Hohlköpfe

Ich hatte den kompletten Tag lang einen wunderbar großen Spaß und ich glaub, das ging den Kindern auch so, die gingen richtig emotional-leidenschaftlich an die Grabräuberfanggeschichte ran! Eine sehr gelungene Wölflingsaktion, jederzeit gerne wieder! :-)

Und wo ich schonmal am bloggen bin und nich noch extra was neues dafür anfangen will, möcht ich mich auch grad noch bei Jannik, Kathrin, Franz, Christian, Jan und Matthias für den Freitag-bis-Samstag-Filmenacht-Geburtstagsparty-mit-Überraschungsmuffins-und-Kerzen-und-Ghostbusters-Abend bedanken. Auch wenn ich nur eine Stunde Schlaf hatte, und das auch noch auf ‘nem Sessel, es war toll und die Überraschung ist geglückt, vielen Dank, ihr müsst immer wissen, wo euer Handtuch ist. :-)

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