Ja, so ist es. So sagte es zumindest eine der Mütter, die uns zum Flughafen Hahn gefahren hatten, als sie zuhause anrief. Meiner Meinung nach ziemlich treffend beschrieben. Dem ist von meiner Seite eigentlich auch nichts mehr hinzuzufügen, aber ich mach’s trotzdem, weil ich nichts zu tun hab und ja theoretisch schon längst in Lettland sein sollte, verdammt!
Heute morgen musste ich um 4 UHR morgens nachts aufstehen, da wir uns um 5.15 gegenüber (oho, wie praktisch) am Pfarrheim zur Abfahrt trafen und in unserem Haus einfach zu viele Leute duschen mussten. Gut, wir fuhren also mit ungefähr 8 Autos (was für 18 Leute eindeutig übertrieben war – meine Mutter konnte es nicht oft genug feststellen ;D) zum Flughafen Frankfurt Hahn, der circa 128 km, also um die 1,5 Stunden von uns entfernt liegt. Dort angekommen fachsimpelten wir über die günstigsten Parkmöglichkeiten, die die Eltern uns nahegelegt hatten, als ob wir selbst noch nie in Hahn gewesen wären.
Dann trafen wir uns vor Terminal 1 und warteten auf die noch fehlenden Teilnehmer. Einige von uns gingen in das Gebäude, um mal nach den Flugzeiten zu sehen – bei Ryanair kann man ja nie sicher sein, ob man jetzt nicht plötzlich eine Stunde später fliegt als geplant.
Doch nach stundenlangem Blick auf die Fluganzeigetafel fiel der 8.55 Uhr-Flug von Hahn nach Riga nur durch seine Abwesenheit auf. Irgendein unfreundlicher Angestellter fragte, ob man denn nach Riga wolle, und wies darauf hin, dass der Flug um einen Tag verschoben wurde, mit gleichbleibender Uhrzeit.
Als wir, die draußen beim Gepäck geblieben waren und auf die anderen warteten, diese unglücklichen Tatsachen erfuhren, dachten wir zunächst, gewisse Eltern hätten einfach einen relativ schlechten Humor.
Als allerdings auch die Gruppenleiter uns davon überzeugten, fingen wir erstmal an zu essen.
Jannik und ich planten daraufhin, dem Mr. Ryanair mal kräftig in den Allerwertesten zu tappen, was wir allerdings aufgrund mangelnder Menschenkenntnis nicht ausführen konnten.
Der nächste Schicksalsschlag traf uns kurz danach – der Rückflug war auch um einen Tag verschoben, und somit unsere komplette Sommerfahrt. Die erste Frage war natürlich, ob das bei jedem mehr oder weniger in den Kram passt. Eigentlich schon, aber uneigentlich waren David und ich in der Klemme, weil unsere Oma ihr 85. Lebensjahr vollendet – und zwar an dem Tag, auf den der Rückflug nun verschoben worden war, was bedeutete, dass wir der Feier samt genialem Essen und der geplanten Präsentation von Enkeln und Urenkeln nicht beiwohnen konnten. Wobei man dies glücklicherweise einigermaßen verkraften konnte, und die Fahrt so doch stattfinden (wenn auch um einen Tag verschoben – wahrscheinlich kommen wir dahinten total durcheinander) wird.
Die zweite Frage: Sollten wir den Sprit unserer Eltern sparen und in der Umgebung nächtigen, so dass wir am nächsten Morgen direkt am Flughafen sind? Oder sollten wir wieder nach Hause fahren und morgen früh die gleiche Prozedur noch einmal abhalten (wir kannten es ja schon, so konnte dann beim zweiten Durchlauf erst recht nichts mehr schief laufen)?
Wir entschieden uns für zweiteres - obwohl meine eingefleischte Lieblingssippe natürlich viel lieber auf dem Rasenstück neben der Startbahn die Kohten aufgebaut hätte -, da für diesen Tag dann kein Essen einkalkuliert gewesen wäre.
Also fuhr die autofahrbegeisterte Kolonne wieder zurück nach AltForweiler, um sich am nächsten Tag dann eben wieder um 5.15 Uhr am Pfarrheim zu treffen.
Aufgrund “keen Bock uff ganix“ (sprich: Desinteresse
) kombiniert mit Müdigkeit stürzte ich erstmal in mein Bett, dann auf die Monsterflasche Cola und dann vor den PC. Gott segne die Kaffeemaschine, ohne die wäre hier gar nicht erst geblogt worden.
Gut, das ganze dann morgen nochmal, hoffentlich werde ich das nicht noch am selben Tag blogen!
Ach ja, ich würde gern die Fahrtenchronik für diesen Tag übernehmen!